Gedichte von Jetzt: Dabeisein!

Sie verfassen Lyrik? Sie wollen ihre Gedichte veröffentlichen? Hier werden Sie gelesen! Mindestens 30 andere Autoren treffen die Vorauswahl. Anschließend beurteilt eine Jury bestehend aus acht besonders qualifizierten und renommierten Personen die Qualität des Gedichtes. Das Auswahlverfahren ist anonym. Die besten Gedichte werden in einer Anthologie veröffentlicht. Und das beste Gedicht bekommt einen Preis.

Die Teilnahmefrist beginnt am 2.6.2012 um 0:00 Uhr und endet sobald 120 Autoren eingesendet haben. Aktueller Status: 120 Einsendungen liegen vor. Weitere Einsendungen werden nicht mehr angenommen. Gedichte veröffentlichen in der Anthologie Lyrik now: Teilnehmen kann jeder und jede! Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:

  1. Innerhalb der Teilnahmefrist eine textlich ganz leere Email senden an: redaktion@lyrikprojekt.de.
  2. Diese Mail enthält im Anhang ein bis drei bisher unveröffentlichte selbstverfasste Gedichte in deutscher Sprache in einzelnen Word-Dateien. Bei den eingesendeten Gedichten soll es sich um das beste unveröffentlichte Gedicht oder die besten unveröffentlichten Gedichte oder Liedtexte der Einsenderin/des Einsenders handeln. Thema und Form sind frei.
  3. Jede einzelne dieser ein bis drei Dateien trägt als Namen die ersten fünf Worte des Gedichtes und enthält nichts als den Titel und die Verse des Gedichts. Jede Word Datei darf nicht länger als genau eine Seite sein und nur Text im Schriftformat Times New Roman, Schrittgröße 12 enthalten.
  4. Die E-Mail enthält im Anhang des weiteren eine Excel-Tabelle mit Je den ersten fünf Worten der eingesandten Gedichte (also deckungsgleich mit dem Dateinamen der Word-Dateien) in je einer Zelle der SpalteB. Links neben diesen ein bis drei Zellen steht in Spalte A je eine Zelle mit dem eigenen (Verfasser-) Namen. Die Excel-Tabelle trägt den Dateinamen "Einsendung-(Vorname)-(Nachname).xlsx".
  5. Die E-Mail enthält im Anhang des weiteren noch eine jpg- Datei. Diese jpg-Datei trägt als Namen "Bestätigung-(Vorname)-(Nachname).jpg" und ist der leserliche Scan eines ausgedruckten und anschließend handschriftlich unterschriebenen Dokuments. Dieses Dokument enthält diesen Text (einfach per copy and paste verwenden): "Ich habe die in dieser Email eingesendeten Gedichte allein selbst verfasst. Ich bin damit einverstanden, dass die eingesendeten Gedichte im Rahmen des Auswahlverfahrens an mehrere Personen versendet werden und unentgeltlich in einer Anthologie unter Nennung meines Namens veröffentlicht werden. Ich habe das Auswahlverfahren verstanden und erkläre mich also ausdrücklich dazu bereit, 35 bis 105 Gedichte anderer beteiligter Autoren zu lesen und nach bestem Gewissen (auf einer Skala von 0;1;2 Punkten) zu bewerten. Innerhalb einer Frist von drei Monaten nach der Zusendung durch die Redaktion des Lyrikprojekts an mich werde ich die Bewertung in Form einer vorgegebenen Excel Tabelle an die Redaktion des Lyrikprojekts zurücksenden". (Vorname) (Nachname) (Wohnort) (Email-Adresse) (Datum) (handschriftliche Unterschrift).

Die genaue Einhaltung dieser Vorgaben ist Voraussetzung für die Teilnahme weil diese ein anonymes Verfahren gewährleisten und die arbeitsintensive Verarbeitung des umfangreichen Einsendematerials erleichtern.

Gedichte von Jetzt - Auswahlverfahren

Das einzigartige Auswahlverfahren von Lyrik now soll sicherstellen, dass die besten Gedichte veröffentlicht werden. Daher sammeln die anonymen Gedichte im Verlauf des Auswahlverfahrens je nach ihrer Qualität Punkte, wobei die Wertung durch die achtköpfige Jury den größten Einfluss hat. Auch die zusätzliche Wertung einer größeren Zahl von Lesern, die alle selbst Lyrikerinnen und Lyriker sind, fließt zu einem maßgeblichen Teil in die Wertung ein. Eine geringe Bedeutung haben auch die Verfasserin oder der Verfasser selbst.

Denn es wird unterstellt, dass die Bedeutung die eine Autorin ihrem eigenen Text beimisst, etwas über dessen Qualität aussagt. Diese Bedeutungsbeimessung wird folgendermaßen gemessen:

  1. Je eher die Gedichte eingesendet werden, desto stärker ist davon auszugehen das die jeweilige Lyrikerin oder der jeweilige Lyriker aktiv und regelmäßig nach Möglichkeiten sucht, ihre / seine Gedichte zu veröffentlichen.
  2. Je weniger Gedichte in der Spanne eines bis drei- eingesendet werden, desto höher ist tendenziell die Vorauswahl der Gedichte und die relative Bedeutungszuweisung durch den Autor / durch die Autorin.

Alle eingesandten Gedichte werden in vier Tranchen aufgeteilt. Die insgesamt 120 verschiedenen Lyrikerinnen und Lyriker werden ebenfalls in vier Gruppen eingeteilt, wobei jede Gruppe je nach Zahl der insgesamt eingesendeten Gedichte 35 bis 105 Gedichte zum Lesen erhält. Jeder Autor bewertet diese Gedichte entsprechend von nur drei Optionen entweder als "lesenswert" (0 Punkte) "beachtlich" (1Punkt) oder "Gedicht veröffentlichen" (2 Punkte).

Anschließend werden auf dieser Basis die besten 100 Gedichte den einzelnen Juroren zur selbigen Bewertung vorgelegt.

Bereich Kriterium Fälle (günstig bis ungünstig) Gewichtung
Engagement des Autors Einsendezeitpunkt Erste 40 Zweite 40 Letzte 40 2.7%
Punkte pro Gedicht 4 2 0
Anzahl der eingesendeten Gedichte 1 2 3 2.7%
Punkte pro Gedicht 4 2 0
Wirkung auf den Leser Gesamtpunkte der Autoren: (120/4 X) 2 (120/4 X) 1 (120/4 X) 0 40.5%
Punkte pro Gedicht 60 30 0
Gesamtpunkt der Jury (8 X) 2 (X 5) (8 X) 1 (X 5) (8 X) 0 (X 4) 54.1%
Punkte pro Gedicht 80 40 0
Gesamt Max / Min
Punkte pro Gedicht 148 74 0 100%
Potenzialausschöpfung 100% 50% 0%

Das bedeutet im Klartext: Das Wichtigste ist die Bewertung der Jury. Auch sehr wichtig ist die Bewertung von 30 zufällig ausgewählten Autoren. Eine geringere Rolle spielen Einsendezeitpunkt und die Anzahl der eingereichten Gedichte. Wer als allerletztes einsendet, kann immer noch über 97 Prozent der Punkte erhalten.


Lyrik-Auswahlkriterien

Autoren und Juroren sind in ihrer Wertung frei. Sie werden die Texte unbeeinflusst von anderen Meinungen und ohne Kenntnis des Verfassers oder der Verfasserin nach eigenem Ermessen bewerten. Kriterien, deren Erfüllung es lyrischen Texten im allgemeinen leichter machen, Beachtung zu finden sind jedoch:

  1. Originalität der Sprache
  2. Vielschichtigkeit, Mehrdeutigkeit
  3. Bezugstiefe, kulturelle Anschlussfähigkeit
  4. Hohe Sprach-“Dichte“
  5. Ungebrochene Rhythmik, eingängige Sprachmelodie
  6. Refrain-artige Prosodie und Lautmalerei
  7. Freimütiges Spiel mit inhaltlichen Reizen und Stilmitteln
  8. Gefühlsintensität oder intellektuelle Raffinesse
  9. Zusammenwirken von Sprachform und Inhalt
  10. Neuheit, Ungewöhnlichkeit der Perspektive
  11. Zeitgeistnähe

Umgekehrt werden sich Gedichte, die in dieser Hinsicht wenig Stärken haben, z.B. epigonale Lyrik oder solche, in denen ein bereichsfremdes Sendungsbewusstsein das dichterische Interesse augenscheinlich dominiert, kaum qualifizieren.

FAQ - Fragen zum Teilnahmeverfahren

An dieser Stelle erstmal vielen Dank für die ermunterndern positiven Rückmeldungen! Und natürlich für die vielen bisherigen Einsendungen! Im folgenden werden alle Fragen, die bisher von den Autoren gestellt wurden nocheinmal für alle beantwortet:

  1. Läuft die Teilnahme noch?
    Inzwischen ist die Teilnahme bei Lyrik now nicht mehr möglich, da 120 gültige Einsendungen eingetroffen sind.
  2. Warum sind die Vorgaben für die Teilnahme derart präzise und z.B. technisch auf Excel bezogen?
    Dies hat den Grund darin, das ein vierstufiges und noch dazu anonymes Auswahlverfahren bestimmte Verfahrenseinschränkungen mit sich bringt und alle Mitarbeiter ohne Vergütung arbeiten und daher der (große) Aufwand der Bearbeitung so gering als möglich sein sollte. Natürlich kann man auch Lyrik schreiben, die den Zeitgeist spiegelt, und kein Excel beherschen. In diesem Fall könnte man sich von Freunden oder Bekannten helfen lassen. Heutzutage beherrschen die meisten die einfachen Grundlagen in Excel. Also findet sich sicher ein Bekannter, der z.B. per Email hilft. Sicher kann so das Material in die nötige Form konvertiert und dann eingesendet werden. Die Konvertierung kann aus Aufwandsgründen NICHT von der Lyrik-Now Redaktion übernommen werden.
  3. Warum steht der Preis für die Gewinner der Höhe nach noch nicht fest?
    Für einen Lyrikpreis braucht es einen Sponsor. Dieser Sponsor muss erst noch gefunden werden. Diese Arbeit des Sponsor-Suchens ist bedeutend leichter, wenn man 120 Einsendungen vorzuweisen hat. Solle es einmal "Lyrik Now 2" geben, wird der Preis vorher feststehen.
  4. Warum werden die Autoren nicht vergütet?
    Vorweg: Mit (neuer) Lyrik lässt sich so gut wie kein Geld verdienen (siehe den Essay zur Lage der zeitgenössischen Lyrik-Rezeption auf dieser Seite). Wenn in der Anthologie letztlich 50 Autoren vertreten sein können wird bei 500 Verkäufen (das ist für eine neue Lyrikanthologie viel!) und 1 Euro Autorenhonorar pro Buch (der Rest des möglichst nicht zu teurenVerkaufspreises wird für die Produktion und für die Verlagsbeteiligung eingerechnet werden müsse) das Autorenhonorar (im besten Fall!) bei 10 Euro liegen. Sollten tatsächlich 10 Euro pro Autor herauskommen, wäre es zu aufwendig, dieses Geld (z.B. 7,25 Euro) über eine Bank einzeln fünfzig mal zu überweisen, nur um seriöser zu wirken. Lyrik now ist keine piefige Pfennigwirtschaft sondern eine starke Platform, die eine Menge Aufmerksamkeit akkumulieren will, damit Lyrik - von Jetzt - gelesen und diskutiert wird! Daher wird jedes Geld das nach Portokosten (Webseite, z.T. Webprogramierung, Verlagskorrespondenz) übrig bleiben sollte, lieber in a) den Lyrikpreis, b) in Werbung c) in Kosten für Lesungen oder ähnlichen Lyrik-now Veranstaltungen und d) in ein Honorar für Rezensionen o.ä., kurz, in Maßnahmen, die Lyrik Now fördern investiert. Alle Mitarbeiter und Juroren arbeiten (trotz ihrer drei- und vierstelligen tagessätze, die sie ansonsten ansetzen) ehrenamtlich für das Projekt und damit für Sie, die Lyriker und Lyrikerinnen! Gerade Lyriker, die bereits Veröffentlichungen haben (und dafür gleichwohl gering vergütet wurden) sollten bei Lyrik now mitmachen, denn es geht um die besten Gedichte einer Generation! Das ist noch nie dagewesen und wird beachtet werden. Wir wollen mindestens genauso bedeutend sein wie das Jahrbuch der Lyrik! (das nur von zwei Juroren unter Ansehung bisheriger Erfolge der Autoren subjektiv zusammengestellt wird) Aber das hängt von ihnen ab, von den Autoren! Die Lyrik muss hervorragend sein: neu, original, intensiv! Wir machen Lyrik und keine Euros.
  5. Was ist, wenn eine Einsendung nicht vollständig war?
    Senden sie eine neue Email, die komplett ist. Die alte Email wird dann im Posteingang gelöscht. Bitte immer nur Emails mit vollständigen Daten und Anhängen senden. (auch wenn manche Dateien in früheren Sendungen enthalten waren) Unvollständige Einsendungen können nicht berücksichtigt werden. Von jeder Person wird nur eine Einsendung (die aktuellste) gezählt. (Eine "Einsendung" ist eine Bewerbungsmail mit den Angaben und ein bis drei Gedichte)
  6. Warum nur maximal drei Gedichte? Wären mehr Gedichte nicht besser, z.B. 10?
    10 Gedichte hieße eventuell 1200 Gedichte in der Vorauswahl. Da das Verfahren vierstufig, gründlich und anonym ist müssen die Autoren selbst eine Vorauswahl machen. Es geht um die besten zeitgenössischen Gedichte im deutschsprachigen Raum! Diese Vorausewahl wird belohnt. Wer nur ein Gedicht einsendet, hat mit diesem Gedicht bessere Chancen.
  7. Ich habe keinen Scanner, Excel o.ä. Wie kann ich noch mitmachen?
    Bitten Sie eine Freundin oder einen Bekannten um Unterstützung. Beim Einscannen hilft auch ein Copyshop, oder wenn es gar nicht anders geht, ein leserliches (!) Handyfoto.
  8. Ich verstehe immer noch nicht, warum Lyrik now überhaupt eine Existenzberechtigung hat.
    Leider kann nicht jede Frage in dieser Richtung diskutiert werden, zumal der Tonfall einiger besonders kritischer Kritiker (deren Spezialgebiet sicher nicht das Schreiben höflicher Emails ist) stark an das Motto des wohl berühmtesten Antagonisten der Weltliteratur erinnert: "Alles, das entsteht, ist wert, das es zugrunde geht". Hier eine anschließende Antwort: Wir wollen 'was Schönes machen. Eine Lyrik-Anthologie, die die Welt nicht verändert, aber beschreibt, wie sie ist. Aus Sicht der zeitgenössischen Dichterinnen und Dichter.